*** Stay Gold stellt die Materialien auch an Schulen zur Verfügung, z.B. im Rahmen von polizeilicher Präventionsarbeit durch Schulbesuche und Diskussionsrunden. Zusätzlich wird mit den Kultusministern kooperiert.
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Sabine Bätzing, 34 Jahre alt, katholisch, wohnt in Weyerbusch, liest leidenschaftlich gerne, besonders Bücher von Henning Mankell. Außerdem mag sie lange Spaziergänge in ihrer wunderschönen Westerwälder Heimat. Ihr persönliches Lebensmotto lautet „Carpe diem !“ (Nutze den Tag) oder „Lache und die Welt lacht mit dir, alles andere ist viel zu anstrengend“.
Seit 1994 ist sie Mitglied der SPD. Seit 1996 gehört Sabine Bätzing dem SPD-Kreisvorstand Altenkirchen an und ist seit 2001 stellvertretende Kreisvorsitzende.
Seit 2004 ist sie außerdem Mitglied im Landesvorstand und seit 2006 auch des Präsidiums der SPD in Rheinland-Pfalz.
Seit 2002 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und war hier von 2002 bis 2005 Sprecherin der Jungen Gruppe in der SPD-Bundestagsfraktion („Youngsters“). Sabine Bätzing ist Mitglied im reformorientierten Netzwerk Berlin.
Im November 2005 wurde Sabine Bätzing zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt.
www.sabine-baetzing.de
www.drogenbeauftragte.de
In ihrer Funktion ist sie auch Schirmherrin der Aktion Stay Gold, einer Aktion der Polizei gegen das Komasaufen.
www.staygold.eu
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sagmal.de:
Sabine, du bist Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Das bedeutet, du ernährst dich gesund, bist Nichtraucherin, verabscheust Alkohol und kennst Drogen nur vom Hörensagen, richtig?
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Sabine Bätzing:
Ich trinke hin und wieder gerne ein Glässchen Wein. Als Drogenbeauftragte ist es meine Aufgabe, auf die gesundheitlichen Risiken des übermäßigen Konsums hinzuweisen und die durch Drogen verursachten Schäden zu verringern.
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sagmal.de:
In deiner Funktion bist du Schirmherrin der Aktion Stay Gold |Don't drink too much, einer Kampagne gegen Komasaufen. Was genau muss man sich darunter vorstellen?
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Sabine Bätzing:
Die Kampagne gegen Komasaufen ist eine Kampagne der Innenminister, die mich baten, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Umgesetzt wird die Kampagne durch die Polizei in ganz Deutschland. Die Polizisten vor Ort reagieren sehr positiv auf "Stay Gold", was man an der hohen Nachfrage deutlich merkt: es mußten bereits zweimal neue Materialien nachgedruckt werden. "Stay Gold" kommt aus der Jugendsprache und bedeutet so viel wie: bleibt locker und eben auch: trinke maßvoll.
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sagmal.de:
Seit wann gibt es die Kampagne und gibt es schon Erfolge zu verbuchen?
Sabine Bätzing:
Die Kampagne läuft seit diesem Jahr und wird u.a. von vielen Sportlern, darunter die bekannten Bundesligaspieler Vedad Ibisevic und Per Mertesacker unterstützt. Zahlreiche Partner unterstützen die Kampagne und tragen als Multiplikatoren zu einer Verbreitung der präventiven Botschaft. Mehr Informationen findet man unter www.staygold.eu
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sagmal.de:
Die Kampagne wird von einigen bekannten Sportlern unterstützt. Was können normale Menschen tun, um sie zu unterstützen? Brauereien besetzen?
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Sabine Bätzing:
Jeder kann mit seinem eigenen Verhalten Vorbild für einen maßvollen und damit risikoarmen Alkoholkonsum sein.
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sagmal.de:
Besser als Symptome zu behandeln wäre es wohl, Ursachen zu beseitigen. Also speziell Jugendlichen den Anreiz zu nehmen, überhaupt Alkohol in solchen Mengen zu trinken. Wie könnte das funktionieren?
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Sabine Bätzing:
Als Drogenbeauftragte unterstütze ich zahlreiche Projekte und Kampagnen, die sich um die Ursachen des Rauschtrinkens kümmern. Es geht dabei immer um Prävention im Vorfeld, Vernetzung von Unterstützern auf kommunaler Ebene, aber auch um die Betreuung von Jugendlichen, die bereits gefährdet sind. Wichtig ist, dass ein Bündel von Maßnahmen an verschiedenen Stellen gleichzeitig ansetzt und dass viele Vereine, Gruppen und auch der Staat zusammenarbeiten.
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sagmal.de:
Werden bei der Kampagne die Schulen eingebunden?
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Sabine Bätzing:
Stay Gold stellt die Materialien auch an Schulen zur Verfügung, z.B. im Rahmen von polizeilicher Präventionsarbeit durch Schulbesuche und Diskussionsrunden. Zusätzlich wird mit den Kultusministern kooperiert.
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sagmal.de:
Hast du schon mal persönliche Erfahrungen mit Komasäufern gemacht, vielleicht Gespräche geführt, oder Ähnliches?
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Sabine Bätzing:
Ja, ich führe mit vielen Jugendlichen Gespräche- und einige haben mir schon von ihren Abstürzen berichtet. Auf die Frage nach dem „Warum“ antworten sie meistens: Langeweile, weil’s Spaß macht, will cool sein, weil’s alle machen, um Stress und Probleme zu vergessen.
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sagmal.de:
Was können Eltern tun?
Sabine Bätzing:
Eltern haben trotz aller Entwicklungen in den letzten Jahren immer noch den größten Einfluß auf ihre Kinder. Wichtig ist, dass Eltern sich für ihre Kinder interessieren, nach dem Tag in der Schule und den Freizeitaktivitäten fragen, ehrliches Interesse erleichert eine gute Beziehung während der schwierigen Phase der Pubertät. Weiterhin leben Eltern mit ihrem eigenen Alkoholkonsum ein wichtiges Beispiel vor. Schließlich geht es um klare Regeln und deren Einhaltung: Kein Alkohol vor dem 16. Lebensjahr, maßvoller Konsum danach, niemals mehr als vier alkoholische Getränke.
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sagmal.de:
Immer wieder wird das Internet als Medium ohne Regeln, ohne Gesetze dargestellt. Du bist auf der Seite des Bundes vertreten, hast deine eigene, gut gemachte Homepage, du twitterst, bist in sozialen Netzwerken vertreten und gehörst praktisch dazu. Gibt es deiner Meinung nach eine Netzkultur und wenn ja, wie sieht die aus?
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Sabine Bätzing:
Ich denke schon, dass man von einer Netzkultur sprechen kann. Gerade die sozialen Netzwerken sind heute die Treffpunkte, wo sich Jugendliche aufhalten und gerade dort ist eine eigene „Internetkultur“ entstanden. Aus meiner Sicht wird es erst dann problematisch, wenn die User zwischen virtuelle und reeller Welt nicht mehr unterscheiden können und bzw. oder sich von der Realität isolieren. Weiterhin finde ich erschreckend, wie viele Informationen manche über sich selbst im Internet freigeben.
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sagmal.de:
Angela gibt uns ja gerade die Bundeskanzlerin, da kann ich ja wohl nicht umhin, dich zu fragen, wie deine politischen Ambitionen aussehen. Was schwebt dir für die Zukunft vor, wie weit nach oben soll es gehen?
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Sabine Bätzing:
Es ist schwer sich vorzunehmen, dieses oder jenes Amt in Zukunft besetzen zu wollen, weil ich das nicht alleine entscheiden kann. Natürlich habe ich Interesse an einem Weiterkommen in der Politik, möchte mich aber nicht festlegen. Ich bin mir aber sicher, dass das Amt der Bundeskanzlerin eine sehr reizvolle Aufgabe ist.
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sagmal.de:
Wie lässt sich die Tätigkeit als Politikerin, noch dazu mit solch einem schwierigen und zeitintensiven Zusatzamt als Drogenbeauftragte, mit dem Privatleben verbinden? Muss man sich einen Politiker aus dem eigenen Wahlkreis schnappen, um das alles unter einen Hut zu bringen? Wie machst du das?
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Sabine Bätzing:
Eine gute Terminkoordination ist alles! Es muss gelingen: Wahlkreisarbeit, Sonderfunktion und das Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Das ist manchmal eine große Herausforderung und klappt, zu Lasten des Privatlebens, auch nicht immer. Aber immer öfter
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sagmal.de:
Gibt es eine Seite, außer deinen eigenen, die dir besonders am Herzen liegt?
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Sabine Bätzing:
Ja, www.bzga.de und www.dhs.de Hier gibt’s wertvolle Informationen und Hilfsangebote.
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Das Interview wurde am 23.8.2009 per Mail geführt. Die Fragen stellte Robert Herbig, Webmaster von sagmal.de. Wir danken Sabine Bätzing für die Beantwortung unserer Fragen. Die in diesem Interview verwendeten Grafiken unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den entsprechenden Webseiten entnommen |
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