Was ist besser – private oder gesetzliche Krankenversicherung?

Die richtige Krankenversicherung zu finden, ist für den Großteil der Bevölkerung ein eher notwendiges Übel. Das Angebot ist unübersichtlich, und die Versicherungspolicen sind oftmals mit vielen Hintertüren und Verklausulierungen gespickt. Doch die Wahl der passenden Versicherung ist von solch hoher Wichtigkeit, dass die eigene finanzielle Existenz davon abhängen kann. Verschiedene Anbieter bieten unterschiedliche Leistungsspektren zu anderen Preisen. Damit man im Ernstfall nicht auf den exorbitant hohen Rechnungen sitzen bleibt, ist eine gründliche Recherche im Vorfeld unabdingbar.

Privat oder gesetzlich

Was wie eine freie Entscheidung klingt, ist aber eigentlich keine. Um eine private Krankenversicherung abschließen zu können, muss ein bestimmtes Mindesteinkommen nachgewiesen werden. Dieser Wert steigt jährlich um zwei bis drei Prozent. Für das Jahr 2019 liegt die Bemessungsgrenze bei 60.750 Euro Bruttogehalt. Von dieser Regelung ausgenommen sind freiberuflich und selbstständig Tätige sowie Beamte und Beamtenanwärter.

Die private Krankenversicherung gilt gemeinhin als besser, da viele Ärzte Privatpatienten bessere Behandlungen und zeitnaher Termine angedeihen lassen. Bei Beamten und deren Angehörigen besteht die Beihilfeberechtigung. Für deren Dienstherrn besteht die Pflicht zur Krankenfürsorge. In welcher Höhe diese ausfällt, kann regional unterschiedlich sein. Bei normalen Angestellten kann die Beihilfe eine Höhe von 50 Prozent erreichen. Es gibt Arztpraxen, die entweder privat versicherte Patienten vorziehen oder gesetzlich Versicherte gänzlich ausschließen. Dies bringt dem Arzt finanzielle Vorteile.

Hinsichtlich der Kosten sind private Krankenversicherungen wie jede andere Versicherung. Je höher die inbegriffenen Leistungen sind, desto höher ist der Beitrag. Anhand eines PKV-Vergleichsrechners kann ausgerechnet werden, mit welchen tatsächlichen Kosten gerechnet werden muss.

Kinder privat versichern

Bei Kindern ist die Gesetzeslage etwas anders. Unabhängig von der Versicherung ihrer Eltern können sie privat krankenversichert werden. Sind die Eltern ebenfalls privat krankenversichert, besteht hier aber keine kostenfreie Familienversicherung. In diesem Fall muss das Kind zusätzlich privaten Versicherungsschutz erhalten.

Dementsprechend müssen die Eltern auch die zusätzliche Versicherungsprämie zahlen. Glücklicherweise erreicht diese nicht die Höhe eines Erwachsenentarifs. Begründen lässt sich dies mit den geringeren Behandlungskosten für Kinder. Als ungefährer Richtwert gilt eine Höchstgrenze von 150 Euro pro Kind ohne Selbstbeteiligung.

Entscheidung nicht übers Knie brechen

Versicherungen bleiben ein komplexes Thema. Angesichts der finanziellen Brisanz ist es aber wichtig, sich ausführlich zu informieren. Insbesondere wenn es um die Gesundheit von Kindern geht, sollte hier gründlich vorgegangen werden. Eine gute Möglichkeit, sich im Vorfeld tiefgreifend zu informieren, ist die Webseite PKV Kinder Tarif. Hier werden ausführliche Vergleiche aufgestellt. Außerdem bietet die Webseite sehr umfassende Information rund um alle Facetten zum Thema Krankenversicherung für Kinder – Kosten, Leistungen, Anbieter und Recht. Eine FAQ-Sektion bietet Antworten auf die häufigsten Fragen. Bei Unklarheiten wird auch eine Beratung per Telefon oder E-Mail angeboten.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)