Videoüberwachung – was ist erlaubt?

In den eigenen 4 Wänden ist Videoüberwachung grundsätzlich erlaubt. Die Videoüberwachung von Haushaltsfremden Personen, wie Putzfrau, Babysitter, etc. ist nur dann erlaubt, sofern diese von der Videoüberwachung wissen und wenn möglich schriftlich zugestimmt worden.

Liegt ein begründeter Verdacht eines Diebstahls durch das Hauspersonal vor, ist die Videoüberwachung nur ausnahmsweise erlaubt. Es empfiehlt sich jedoch immer rechtlichen oder polizeilichen Rat einzuholen.

Videoüberwachung – wann mache ich mich strafbar?


Videokameras sind in Deutschland immer umstrittener, vor allem wenn man nicht auf den ersten Blick erkennen kann, dass man eigentlich gefilmt wird. Die gefilmten Personen müssen immer zustimmen, dass sie mit den Videoaufnahmen einverstanden sind, bei einem Supermarkt geschieht dies, wenn der Laden betreten wird. Wenn der Chef im Büro z.B. heimlich eine Videokamera aufhängt, um zu sehen was seine Mitarbeiter in seiner Abwesenheit treiben, ist dies in jedem Fall strafbar und kann im schlimmsten Fall vor Gericht enden. Die Videoaufnahmen dürfen nur für den Zweck, für den sie erhoben wurden, verwendet werden, darunter fällt z.B. Ladendiebstahl. Wenn die Videoaufnahmen verwendet werden, um einer hübschen Frau im knappen Kleid beim Einkaufen zuzusehen, ist das auch strafbar. Eine Videoüberwachung kaufen lohnt sich auch in der Hinsicht, wenn man wissen möchte, wie viele Menschen sich gerade im Geschäft befinden, vor allem in Zeiten von Corona und Maskenpflicht ist das eine gute Methode zu überprüfen, ob sich alle an die Regelungen halten.

Dash-Cams – immer umstrittener

Zunächst was ist eine Dash-Cam? Eine Dash-Cam wird im Auto meist auf dem Armaturenbrett installiert, um einen möglichen Verkehrsunfall, oder sonstige Streitigkeiten aufzuklären. Es wird auch immer wieder diskutiert, ob man solche Aufnahmen in einem strafrechtlichen Prozess verwenden darf, denn sie sind ohne Zustimmung der anderen Partei geschehen. Die Aufnahmen werden in den meisten Fällen, automatisch nach 24 Stunden gelöscht. Aber 24 Stunden sind eine sehr lange Zeit, vor allem für Kriminelle.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)